Montag, 18. Januar 2010

Unheimliches Halloween/Happy Thanksgiving/Froehliche Weihnachten/Gutes Neues Jahr




Wie ihr offensichtlich mitbekommen habt, hatte ich eine kleine Schreibblockade. Jetzt kann ich mich aber hoffentlich wieder oeffters dazu aurfappeln hier die neusten Begebenheiten zu veroeffentlichen!

Hierzu noch eine kurze Anmerkung, die Hauptmotivation gerade jetzt in diesem Moment zu schreiben war Lisas und Milas Blog ueber ihre Weltreise (Milalisaumdiewelt.blogspot.com). Grosses Lob an euch, geile Bilder! Da wird man ja fast neidisch..

Ich hatte zwei heisse Monate hinter mir und desswegen koennte ich vor laute Geschichten auch nicht schreiben. Ich wusste nie wo ich haette anfangen sollen! Zwischendurch ist mir dann auch der Computer mal floeten gegangen und Ipod Touch ist auch nicht mehr (Wurde unter ungluecklichen Umstanden bewaessert). Ausserdem musste ich ja auch mal ein paar Sachen fuer mich behalten dass ich fuer Zuhause noch ein paar Storys uebrig habe. Und glaubt mir das habe ich jetzt!

Mein Letzter Eintrag war als Lukas gekommen ist. Wie haben den Roadtripp ueberhaupt gehabt, die Rockies sind einfach der Wahnsinn und im so noerdlicher man fahrt um so komischer werden die Leute.


So wurden (1) wir z.B. in Calgary (Hauptstadt von Alberta) von Haerz-IV-Deathmetal-Nerds in unsere Karts eingewiesen (Wir waren Kart fahren)
oder wurden (2) bereits waehrend dem ersten Bier im Roadhouse (Country-Cowboy-Style Disco, jedoch angesagteste Disse in Calgary) Zeuge einer soliden Schlaegerei zwischen einem ca. zwoelfkoepfigen Mob. Hierbei wurde natuerlich mit Blut auf dem Dancefloor und zerissenen Hemden nicht gespart: Eben eine echte Rangelei in Calgary-Manier. Oder Lisa wurde (3) von einem Obdachlosen sexuell belaestigt (Er wollte Geld und einen Kuss)... (4)..(5).(6)

Wie man sieht bieten alleine 2 Tage in Calgary massenhaftGeschichten! Fragt Klosse!


In Banff hatten wir hingegen eine richtig gute Zeit. Banff ist ein riesiger Nationalpark (Cirka die groesse BaWues) mit einigen der schoensten Flecken der Erde (Gebirgstechnisch).

Dort habe ich auch meinen ersten Elch gesehen! Zu dem Zweck haben wir uns eine Elchsafari gegoennt, die leider nich im Geringsten ihr Geld wert war. Auf dem Werbeflyer hat man einen Jeep gesehen der durch nen schlammigen Fluss faerht inmitten von nem halb Urwald. Das verspricht ja im grunde schon eine gewisse Aktion. Die echte Safari fiehl aber leider etwas anderst aus: Ein stinknormaler Van hat uns auf eine 3 Stuendige Kaffee-Fahrt auf einer oeffentlichen Strasse durch die oertlichen Waelder kutschiert. Der Hoehepunkt der Tour war ein Baby Elch den wir waehrend der ersten halben Stunde der Fahrt was ueberfahren haetten. Der Gute hat es sich einfach mal mitten auf der Strasse am Ende einer engen Kurve bequem gemacht. Unsere Fueherin war so dermassen ueber die Sichtung aus dem Haeusschen dass wir alle den Verdacht bekamen dass sie noch nicht allzuviele Elche zuvor gesehen hat.

Wie auch immer, wir haben es tatsaechlich hinbekommen nach dieser einen Sichtung keinem einzigen anderem nennenwertem Tier mehr zu begegnen. Dazu hat auch beigetragen dass die Tour vom Veranstalter aus "etwas" zu spaet angesetz war, sodass es nach einem Drittel der Fahrtzeit stockdunkel war. Aber immerhin: Mission moose accomplished!

Nach Banff ging es auf einer nervenaufreibenden 16 Stunden fahrt straight back home!
Auf dem Weg wurde Klosse bei seinen Verwandten in Chillywack kurz vor Vancouver abgesetzt.
Und damit schliesst unser 7-Tage/2500km hardcore Roadtripp ab.

Aber wie ich schon erwaeht habe war es eine heisse Zeit also folgte das naechste Ereigniss nur ein Wochenende speater: Mein Geburtstag!!
Zu dem Zweck rueckte die dreikopfige Partybrigarde per Greyhound aus nach Vancouver.
Ziel: HI Downtown unsere Vancouver standart Uebernachtung fuer nur 35$ die Nacht.
Das Hostel liegt direkt im Schulenviertel was Lisas Freund James zugute kam. Ja er ist Homosexuell. Das fuehrte auch dazu dass wie beide Naechte in Schwulen Clubs, Discos und Bars verbrachten. Eine Erfahrung fuer sich, aber ein hoellen Spass!
Fuer die zweite Nacht, meinem eigentlichen Geburtstag, trat Lukas nochmal unsere Gruppe bei.
Wir verbrachten die Nacht im "Celebrities", der angesagtesten upsidedown Disco in Van.
Ein riesen Club mit der bessten Musik die ich soweit in Canada gehoert habe.
Lukas wurde von DER Drag-Queen aus Seattle gekuesst mitten wahrend ihrer (seiner?) Show!
War ne geile Nacht! Und auch ein geiler Geburtstag!

Und weiter gings am Wochenende drauf. HALLOWEEN! Hier in Nodamarika ein absoluter Big Deal! Die komplette Stadt verkleidet sich mit den verruecktesten Kostuemen. Jeder Club (6 an der Zahl) wirft seine eigene Halloweenparty mit Kostuem-Wettbewerb.
Lisa, James und ich waren als Packman und seine Jaeger verkleidet. Die Verkleidung hat uns im Laufe des Abends 350$ und 6 Tage freie Miete eingebracht! Also eine absolute Hammernacht!

Am Wochenende drauf haben Petr, mein zu der Zeit neuer Mitbewohner aus der Tschechei, und ich eine Tischfussball Party in unserem Gemeinschaftraum im Building 6 organisiert. Das war Anfang November, in dieser Zeit reisen normalerweise die meisten Leute an die hier fuer die Wintersaison arbeiten wollen. Also ein Haufen neue Leute und keiner kennt keinen.
Die Nacht sollte eigentlich ein voller Erfolg werden, wurde sie dann auch aber eher im negative Sinn. Man koennte sagen es war ein totaler burner!
Petr konnte irgendwie ca. 6 Liter hausgemachten Schnaps mit nach Kanada schmuggeln, sodass die Nach mit 6 Shots pro Kopf anfing.
Den Rest machte dann Wildcat Strong (6,1 Volt Bier), Tischfussball und neue Bekanntschaften.
Irgendwann kam dann der Blackout und als ich aufwachte stand ich in Bettkleidung (halb nackt) bei minus-Graden auf der Strasse. Um uns herum alle anderen Bewohner von Building 6, mein Gehoer setzt ein... ein ohrenbetaubendes klingel Geraeusch... Ich schaue mich herum... Feuerwehrmaenner, Feuerwehrtruck... ich frage einen neben mir was zur Hoelle los sei: eins der Appartments hat Feuer gefangen und jedes Stockwerk steht 20cm hoch in Wasser von der Sprinkleranlage... Wo hats denn gebrannt? In 314!... 314? STOP! Die Nummer kenn ich doch.. SHIT Dass ist doch unser Zimmer!!

Ja wie gesagt ein echter Burner die Nacht. Irgendwie hat die Kueche massiv Feuer gefangen. Unseren ganzen Raum hats gewaessert, mein Ipod hats nicht ueberlebt, die komplette Kueche war schwarz, Herd und Abzugshaube und die meisten regale hats gekostet. Aber alles in allem sind wir nochmal gut weggekommen, keiner wurde verletzt bis auf eine kleine Rauchvergiftung fuer uns alle. Also Hut ab!
Seit dem Tag wohne ich auch nicht mehr in Building 6 sondern in B1. Unser alter Raum wurde erst vor knapp 2 Wochen wieder vollstaendig hergestellt.


Zwischen meinem Geburtstag und Halloween habe ich auch wieder angefangen zu arbeiten, ich bin jetzt Snowmaker. Der Job ist der Wahnsinn! 12 Stunden Schichten, von entwerder 12 Uhr Mittags bis Mitternacht oder Umgekehrt. Unser Job ist es alle Schneekanonen zu betreiben und alles drum herum was dazu noetig ist. Das Werkzeug Nummer Eins: Das Snowmobile. Meistens die einzige Moeglichkeit zur Forbewegung. Werkzeug Nummer Zwei: die Kopflampe. Damit man sich nicht verlaeuft wenns 40cm Schnee in der Nacht wirft und man vor Wind und Nebel seine eigene Hand nicht mehr sehen kann. Am Anfang der Snowmakingseason wars der haerteste Job auf dem Berg, aber jetzt wo alles ein bisschen in geordnenten Bahnen laeuft koennte man sich richtig dran gewoehnen!
Werde auch ueber die Olympischen Spiele Snowmaker sein und fuer Vanoc (Olympisches Komitee) arbeiten. Haben schon seit November die Arbeit auf den Olympischen Downhill Laeufen begonnen. Ich koennte mittlerweile jede Kurve auf Mens und auf Womens benennen, bin man gespannt wie es ist wenn die dann endlich auch mal drauf fahren!

Werde die Tage auch mal noch ein paar Bilder mit rein zimmern, aber die meisten Bilder habe ich eh auf Facebook!
Hautrein Leute!

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